Google stellt Tool zur Internationalisierung bereit

Hilfreich für kleine und mittelständische Shops?

Googles Market Finder ab jetzt in Deutschland

Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutsche StartUps hat Google jetzt das kostenlose Tool “Market Finder” in Deutschland gestartet. Damit sollen potenzielle Zielländer identifiziert werden können. Als auf Internationalisierung spezialisierte Internet-Agentur finden wir diesen Aspekt durchaus erwähnenswert. Daher mal ein kleiner Überblick, was man vom Tool erwarten kann.

Zu Beginn gibt man die eigene URL ein. Google analysiert dann selbständig die Branche bzw. Verkaufskategorien. Dies kann man dann manuell noch verfeinern. 
Mit diesen Daten schlägt Google dann ein Ranking zahlenmäßig vielversprechender Zielmärkte vor.

Einen Schritt weiter (man muss seinen Namen eintragen und einige Male klicken) lassen sich Zielländer vergleichen. Bis zu drei Länder lassen sich auswählen, zu jedem Land gibt es umfangreiche Details:

Odoo CMS - a big picture

Daneben hält Google viele Ressourcen zur praktischen Umsetzung der Internationalisierung bereit. Sie werden gegliedert in Vorbereitung und Vermarktung.

Odoo CMS - a big picture
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Die Inhalte haben verschiedene Formate, unter anderem Videos. Insgesamt ist die Oberfläche nicht besonders übersichtlich, wird aber wenigstens immer konkret auf die ausgewählten Vergleichsmärkte zugeschnitten. Weiterhin lassen sich eigene Unternehmenspläne erstellen.

Damit will Google fehlendes Wissen vieler Unternehmer ausgleichen. Man erhält interessante, branchenspezifische Daten. Nicht umsonst ist der Market Finder global sehr erfolgreich. Anne Müller, Head of Marketing, Party.de sagt zur Anwendung: „Mithilfe des Market Finder von Google konnten wir unsere Analysen und Recherchen zu potenziellen Zielmärkten validieren. Die Informationen haben uns zudem geholfen, die identifizierten Märkte zu priorisieren. So konnten wir unsere Strategie zum Thema Internationalisierung noch zielgerichteter definieren.“

Manchmal bleibt man jedoch auf dem Trockenen sitzen. So ziemlich das Schlimmste, was wir uns vorstellen können.
Beim Thema “Lokalisierung” wird beispielsweise der Google Übersetzer als nützliches Tool beworben. Naja, damit könnte der Ausflug ins Ausland eher kurz ausfallen. Daneben die Sektion “Übersetzung leicht gemacht”:

Man landet darüber auf einem englischsprachigen Artikel. Dieser sagt sinngemäß, dass Google “Website Localisation Services” in petto hat, allerdings nach eigenem Ermessen entscheidet, wer sie nutzen darf. 
Besonders seit wir mit AX Semantics zusammenarbeiten, um Shops im Bereich Lokalisierung zu unterstützen, sind wir im Punkt Übersetzung empfindlich geworden. Ein falsches Wort, und man hat nichts/was zu lachen.

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Daher können wir mit unserer Erfahrung in der Internationalisierung zumindest für dieses Thema sagen: der Market Finder ist mehr ein Tool, um einen Überblick über die Richtung der Expansion und anstehende Maßnahmen zu erhalten. Ein nützlicher Startpunkt. Zusätzliche Ressourcen, Tools oder externe Expertise benötigt man dennoch. Google verlinkt in einigen Artikel selbst auch auf Seiten des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Aber genug gemeckert, mit der Grundidee stimmen wir zu 100% überein. Tobias Wittmann, Director bei Google für International Growth Strategy & Sales in EMEA sagt laut internetworld.de nämlich: “Export-Aktivitäten bieten Unternehmen völlig neue Chancen über digitale Kanäle: neue Kunden in bestehenden und neuen Märkten finden, besserer Service, verstärkter Kundendialog.” 

Da wir größtenteils Kunden in der Wachstumsphase betreuen, stellt sich immer die Frage nach neuen Potenzialen. Der Export ins Ausland steht da auf der Liste der Manöver ganz weit oben. Wie eine angetrocknete Nudel in Deutschland kleben zu bleiben, erscheint auf Dauer nicht sehr appetitlich.

Wenn auch Sie eine ausgeklügelte Internationalisierungsstrategie benötigen oder in vereinzelten Nebelfeldern feststecken, helfen wir Ihnen gern mit Enthusiasmus weiter. Nehmen Sie Kontakt auf!

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